10. Mai 2012 um 22:22 UHR | 2 Kommentare

Gar nicht so leicht: Die Finanzierung

Von Beginn an war uns klar, dass unser Projekt, unsere Vision etwas Großes werden sollte. Jeder einzelne Bereich von ‚Lesefutter‘ reizt und interessiert uns. Sicherlich eben dieser Leidenschaft geschuldet, haben wir bereits über 1100 Arbeitsstunden investiert, einfach deswegen, weil wir diese Idee lieben und leben. Deshalb waren wir auch von vornherein bereit in jeder Hinsicht mehr zu investieren, aber langsam merken wir, dass wir mit Lesefutter an unsere Grenzen stoßen und diese bis zum Abschluss wohl auch überschreiten werden. Nichtsdestotrotz macht uns jeder Schritt, den wir gehen, jeder Erfolg, den wir erringen, glücklich und stolz und wir würden das gegen nichts in der Welt eintauschen wollen.

Die notwendigen Investitionen für bestmögliche Ergebnisse in der Food Photography, die Gestaltung der verschiedenen Szenen mit diversen Accessoires, das Kochen selbst, der Druck und die Bindung sowie die Ausstellungsgestaltung summieren sich leider schneller als wir dachten. Mit dem LesefutterBlog möchten wir auch Aufklärungsarbeit leisten, darüber, was so eine Abschlussarbeit im Studiengang Kommunikationsdesign mit sich bringt, wie sie eigentlich aussieht beziehungsweise aussehen kann und eben auch was sie kosten kann. Deshalb entschlossen wir uns dazu, euch neben der allgemeinen Dokumentation auch einen transparenten Einblick in unsere Ausgaben zu gewähren. Vorneweg: Natürlich ist nicht jede einzelne Ausgabe zwingend notwendig, einiges ließe sich mit Sicherheit vermeiden, erleichtert uns aber die Arbeit und sind vor allem dann attraktiv, wenn man den engen Zeitrahmen durch die theoretische  und praktische Bearbeitung eines Thema berücksichtigt.

Da wir ‚Lesefutter‘ zu zweit bearbeiten, wurden die Ansprüche unserer Hochschule natürlich höher gesteckt als wenn einer allein arbeitet. Hinzu kommt, dass wir uns auch selbst eine größere Herausforderung gesucht haben. Aber neben den Aufwendungen, die vorher absehbar waren, gesellen sich eben auch immer gern welche dazu, die nicht ganz so klar waren. Auf einige möchte wir wir nachfolgend etwas eingehen.

Umfang aller Investitionen

Die notwendigen Ausgaben für Lesefutter sind, wie das Projekt selbst, äußerst vielfältig. Von Beginn an haben wir mit einigem Photo Equipment gerechnet, um ein kleines Heimstudio zu installieren. Dazu gehören beispielsweise Reflektoren, Klemmen, ein bis zwei Objektive und Diffusoren. Das sich nun mittendrin ein Systemwechsel ergeben würde, damit haben wir zu Projektbeginn nicht gerechnet und werden in Kürze auch mehr dazu veröffentlichen. Wir haben auch frühzeitig an diverses Dekorationsmaterial zur Szenengestaltung gedacht, allerdings nicht damit gerechnet, dass man schnell vom Hundersten zum Tausendsten kommt. Glücklicherweise können wir selbst auf einiges zurückgreifen und erfahren auch reichlich Unterstützung aus dem Freundeskreis, mit Leihgaben und Inspiration. Um verschiedene Tischsituationen nachstellen zu können, haben wir uns Böcke und verschiedene Platten, die wir unterschiedlich lackiert haben, gekauft. Außerdem müssen die Lebensmittel, die wir verkochen, auch gekauft werden und soviel lässt sich bereits jetzt vermuten: Wir werden mit Sicherheit mehr kochen und ausprobieren, als wir selbst essen können. Zu guter letzt möchte die Produktion der Ausstellungsobjekte ebenfalls finanziert werden, genau genommen richten sich unsere Möglichkeiten der Ausstellungsgestaltung sogar nach dem Budget, welches wir in wenigen Wochen aufbringen können.

Ihr seht, es kommt einiges zusammen und das müssen wir zunächst einmal alles aus eigener Tasche finanzieren, da es unseres Wissens nach keine Fördermöglichkeiten für Bachelorarbeiten im Gestaltungsbereich gibt. Natürlich sind einige Investitionen unserem Anspruch an das Projekt und den Zielen, die wir uns gesteckt haben, geschuldet. Andere Anforderungen gehören zur Normalität in unserem Studiengang und betreffen sicherlich einen Großteil unserer Kommilitonen.

Unsere Lösungsansätze

Wie bereits erwähnt, war ein Großteil der genannten Ausgaben durchaus absehbar. Aus diesem Grund haben wir uns auch schon frühzeitig damit auseinandergesetzt, auf welche Möglichkeiten der Finanzierung wir bauen können, wie wir essenziellen Investitionen stemmen können.

Da wir nicht nur ein ambitioniertes, sondern mindestens ebenso interessantes Projekt bearbeiten, weil wir Lesefutter als Freunde des Social Web in verschiedenen Kanälen bewerben und darüber berichten, waren wir davon überzeugt, erfolgreich Sponsoren akquirieren zu können. Eine weitere Überlegung bestand darin, die amerikanische Plattform ‚Kickstarter‘ zu nutzen und damit auf einen der Pioniere des sogenannten ‚Crowdfunding‘ zu setzen. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich: Was ist das jetzt genau? Dafür haben wir ebenfalls einige Blogposts vorbereitet, die in den nächsten Tagen Online gehen werden.

Fazit

Wir haben bereits frühzeitig damit begonnen, Sponsoren zu akquirieren, denn uns war klar, dass die Entscheidungen in einigen Unternehmen nicht immer zeitnah getroffen werden (können). Zuerst einmal haben wir eine Liste angefertigt, auf der wir alles gesammelt haben, was wir essentiell oder optional benötigen. Im Anschluss daran haben wir Hersteller und Händler recherchiert, um diese dann ganz gezielt anzurufen, via E-Mail mit Lesefutter vertraut zu machen und die Möglichkeiten einer Kooperation zu umreißen. Daraus resultierten natürlich einige Enttäuschungen, mit denen es zu kämpfen galt, aber eben auch tolle Erfolge, die wir verbuchen konnten. Ein aufregendes, ein kräftezehrendes Wechselspiel der Gefühle. Um welche Erfolge es sich hierbei handelt, werden wir euch in den nächsten Tagen nach und nach bekannt geben. Es bleibt also spannend und lässt unsere Brust vor Stolz anschwellen!

Kommentare

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