Der Weise aber entscheidet sich bei der Wahl der Speisen nicht für die größere Masse, sondern für den Wohlgeschmack.

Epikur

10. Mai 2012 um 22:22 UHR | 2 Kommentare

Gar nicht so leicht: Die Finanzierung

Von Beginn an war uns klar, dass unser Projekt, unsere Vision etwas Großes werden sollte. Jeder einzelne Bereich von ‚Lesefutter‘ reizt und interessiert uns. Sicherlich eben dieser Leidenschaft geschuldet, haben wir bereits über 1100 Arbeitsstunden investiert, einfach deswegen, weil wir diese Idee lieben und leben. Deshalb waren wir auch von vornherein bereit in jeder Hinsicht mehr zu investieren, aber langsam merken wir, dass wir mit Lesefutter an unsere Grenzen stoßen und diese bis zum Abschluss wohl auch überschreiten werden. Nichtsdestotrotz macht uns jeder Schritt, den wir gehen, jeder Erfolg, den wir erringen, glücklich und stolz und wir würden das gegen nichts in der Welt eintauschen wollen. Die notwendigen Investitionen für bestmögliche Ergebnisse in der Food Photography, die Gestaltung der verschiedenen Szenen […] weiterlesen

10. Mai 2012 um 15:05 UHR | 0 Kommentare

Womit haben wir uns die vergangenen Wochen beschäftigt?

Nachdem wir mit vielen Themen rund um die Photographie begonnen haben, ist es in den vergangenen Wochen ruhiger um dieses Thema geworden. Einige von euch haben sich sicherlich schon gefragt, woran das liegen mag, wo es doch bei Lesefutter in großen Teilen eben darum geht. Da wir uns von Anfang an vorgenommen haben, euch so transparent wie möglich auf dem Laufenden zu halten, wollen wir heute dieses Versprechen einlösen und euch mitteilen, was bei uns so los war. Zuerst einmal sind wir den Anforderungen unserer Hochschule nachgekommen und haben uns, neben der praktischen Bearbeitung unseres Themas, auch theoretisch damit auseinandergesetzt. In vielen Fällen werden im Studiengang Kommunikationsdesign designkritische Arbeiten geschrieben. Wir hingegen haben uns sozial- und kulturwissenschaftlich mit den Themen »Von der […] weiterlesen

7. Mai 2012 um 14:26 UHR | 3 Kommentare

Unsere Literaturauswahl [3]

Was bisher geschah: In dieser Beitragsreihe möchten wir euch jeweils fünf Bücher vorstellen, die es aus unserer eigenen Recherche, unserem eigenen Bestand und natürlich von euren Empfehlungen – vielen Dank dafür! – in die nächste Runde geschafft haben. Diese gilt es nun zu lesen oder zu hören, um daraus die finale Auswahl zu destillieren. Unsere Anforderungen sind hierbei vielfältig, die Rezepte müssen ebenso passen wie die Geschichten, denn schließlich soll alles rundherum harmonieren oder spannende Gegensätze bilden. Mehr Auswahl findet ihr hier und hier.  Weiter geht es mit fünf spannenden Büchern die unser Interesse geweckt haben: 1. Grüne Tomaten von Fannie Flagg, hier wurden uns sowohl Buch als auch Film wärmstens von euch empfohlen. Unsere Recherche ergab, dass sich die Geschichte um […] weiterlesen

Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.

Jean-Jacques Rousseau

3. Mai 2012 um 14:54 UHR | 3 Kommentare

Eine auf dem Zufall beruhende Konstruktion

Mit der immer größer werdenden Auswahl an Speisen gehören Aussagen wie »Das schmeckt mir nicht.« zum üblichen Repertoire des Tischgesprächs. Aber woher kommt der »Geschmack« eigentlich und lenkt er uns wirklich so sehr, wie es die eingangs geäußerte Aussage meinen lässt? Hier und heute bilden Rind, Schwein und Huhn die Grundlage der tierischen Nahrungsmittelproduktion. In anderen Ländern, vor allem Asiens, wird das Hundefleisch sehr geschätzt (Polain 1997, in Kaufmann 2006, S. 16), in wieder anderen Teilen der Erde gehören Ratten, Schildkröten und Insekten zum üblichen Ernährungsplan (Fischler 1993a, in Kaufmann 2006, S. 16). Diese Unterschiede mögenin jeweils anderen Kulturkreisen Aufsehen oder gar Ekel erregen, aber steht es uns überhaupt zu, den »Geschmack« und die Essgewohnheiten anderer zu beurteilen? Schließlich prägt uns die Kultur, in der wir aufwachsen, besonders unsere Essweise. (Rozin 1988, Rützler 2007 in Schönberger/Methfessel […] weiterlesen

2. Mai 2012 um 19:25 UHR | 2 Kommentare

Unsere Literaturauswahl [2]

Was bisher geschah: In dieser Beitragsreihe möchten wir euch jeweils fünf Bücher vorstellen, die es aus unserer eigenen Recherche, unserem eigenen Bestand und natürlich von euren Empfehlungen – vielen Dank dafür! – in die nächste Runde geschafft haben. Diese gilt es nun zu lesen oder zu hören, um daraus die finale Auswahl zu destillieren. Unsere Anforderungen sind hierbei vielfältig, die Rezepte müssen ebenso passen wie die Geschichten, denn schließlich soll alles rundherum harmonieren oder spannende Gegensätze bilden. Die erste Auswahl findet ihr hier. Weiter geht es mit fünf reizvollen Büchern die unser Interesse geweckt haben: 1. Maria, ihm schmeckts nicht von Jan Weiler, ist einem spontanen Geistesblitz zu verdanken. Italienische Küche kombiniert mit etwas Heiterkeit klingt nach einer netten Kombination. Laut […] weiterlesen

Eine wahrhaftige und gute Küche besteht zu neunzig Prozent aus hochwertigen und frischen Zutaten und zu zehn Prozent aus Phantasie.

Paul Bocuse

2. Mai 2012 um 9:04 UHR | 1 Kommentar

Die Mahlzeit im Wandel

Die Gesellschaft befindet sich in immerwährender Veränderung, dies betrifft, in Bezug auf die Mahlzeit, vor allem das Wertesystem sowie die Sozialisationsprozesse. Die Mahlzeit als solche findet sich in allen Gesellschaften wieder, in denen soziale Strukturen vermittelt werden. Dazu gehört ebenfalls die Anforderung, dass Speise und Trank, Werte und Kommunikation institutionalisiert sind. Nach Tolksdorf setzt sich die Mahlzeit aus entsprechenden Nahrungsmitteln, einer kulturellen Technik – der Zubereitung und gesellschaftlichen Wertvorstellungen – zusammen. Konkret bedeutet das, dass bestimmte Lebensmittel in einem bestimmten Kulturkreis zu einer bestimmten Zeit ein gutes oder schlechtes Ansehen haben. Diese Wertvorstellungen sind einem ständigen Wandel unterlegen, wie an folgendem Beispiel exemplarisch zu erkennen ist: Pellkartoffeln galten in Mitteleuropa bis ins 20. Jahrhundert als »Arme-Leute-Essen«, heute hingegen werden sie auch für Feinschmecker interessant. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass verschiedene Zubereitungstechniken im vergangenen Jahrhundert […] weiterlesen

30. April 2012 um 12:46 UHR | 1 Kommentar

Von der Nahrungsaufnahme zur Kulturleistung

»Nahrung ist der Anfang von allem. Menschen müssen sich ernähren, und das Nahrungsbedürfnis haben Menschen vor allen anderen Nöten und Wünschen zu befriedigen« (Barlösius 2011, S. 11). Nahrung ist alltäglich, fast banal und dennoch nicht trivial. Dies gilt für jedes Individuum, ob Mensch oder Tier. Die Art und Weise der Nahrungsaufnahme gehört, neben den kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten des Menschen, zu den wichtigsten Unterscheidungskriterien. So archaisch sie ist, so sehr Kulturgut ist sie auch. Aber worin unterscheidet sich der Mensch an dieser Stelle, wenn das Bedürfnis allein im Tierreich ebenso ein vorrangiges Ziel ist, weit vor der Sexualität? Der Unterschied liegt zuerst einmal in der Zubereitung der Nahrung, Johnson und Boswell (1984 in Kaufmann 2006, S.10) definieren den Menschen daher als ein »Tier, das kocht« (Johnson/Boswell 1984 in Kaufmann 2006, S.10). Des weiteren ist der […] weiterlesen

Die Kultur hängt von der Kochkunst ab.

Oscar Wilde

20. April 2012 um 16:53 UHR | 3 Kommentare

Zu Tisch mit Meike

Was bisher geschah: Die Literatur und das Kulinarische haben eine, wie wir finden, sehr schöne Gemeinsamkeit. Beide Bereiche regen die Kommunikation an und so reifte der Gedanke eine Interview-Reihe mit interessanten Food- und Literaturbloggern zu starten, um euch vielleicht sogar das ein oder andere Blog schmackhaft machen zu können. Das Ganze planen wir als regelmäßige Beitragsreihe, um euch und uns einen etwas weitläufigeren Blick auf die thematische Aura zu ermöglichen. Letzte Woche hatten wir Daniela Börger zu Gast heute beehrt uns die verrückte Meike. Vorstellungsfragen Stell dich und dein Blog bitte zum Einstieg kurz vor.  Mein Name ist Meike, ich bin allerdings im Internet meist unter meinem englischen Pseudonym “Me“ zu finden. Ich bin Anfang 30, gebürtige Frankfurterin, aber lebe und […] weiterlesen

13. April 2012 um 14:31 UHR | 5 Kommentare

Unsere Literaturauswahl [1]

Wie euch sicherlich bereits aufgefallen ist, haben wir gefallen an Beitragsreihen gefunden. Gewiss auch der Tatsache geschuldet, dass alles was wir untersuchen und feststellen, sich stetig weiterentwickelt und ständig neue Erkenntnisse zu Tage fördert. Innerhalb der letzten Tage sind daher »Was haben wir gelernt« und »zu Tisch bei…« gestartet und pünktlich zum Wochenende folgt auch schon ein dritter Streich. In dieser dritten Beitragsreihe möchten wir euch jeweils fünf Bücher vorstellen, die es aus unserer eigenen Recherche, unserem eigenen Bestand und natürlich von euren Empfehlungen – vielen Dank dafür! – in die nächste Runde geschafft haben. Diese gilt es nun zu lesen oder zu hören, um daraus die finale Auswahl zu destillieren. Unsere Anforderungen sind hierbei vielfältig, die Rezepte müssen ebenso passen […] weiterlesen

Fotografieren bedeutet den Kopf, das Auge und das Herz auf dieselbe Visierlinie zu bringen. Es ist eine Art zu leben.

Henri Cartier-Bresson

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